GALERIE

KUNST- FORUM- BAAR

STEFAN BAUR


2. Ausstellung im Kunst-Forum-Baar - dem neuen Raum für die Kunst!


Hommage an Josef Wenzel – den Expressionisten aus Bad Dürrheim


Sonntag, 20. September bis Samstag, 19. Dezember 2026

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 11:00 - 18:30 Uhr und Samstag, 11:00 - 14:30 Uhr


Ausstellungseröffnung

Sonntag, 20. September 2026 | 11:00 bis 17:00 Uhr

Mehr als eine Eröffnung. Ein Zusammenspiel im Dialog mit dem Besucher!

Wir laden Sie ein, die Kunst nicht nur zu betrachten, sondern sie in all ihren Dimensionen zu erfahren. Um den kraftvollen, expressionistischen Werken von Josef Wenzel eine hörbare Stimme zu verleihen, setzen wir zur Eröffnung einen besonderen Akzent. Die Freiburger Musikerin Cordula Sauter bringt mit Ihrem Akkordeon den Raum zum Schwingen. Im Jahr 2026 feiert das Akkordeon als „Instrument des Jahres“ seine wohlverdiente Bühne. Abseits von bekannten Stereotypen zeigt diese Performance eine immense Vielfalt, Modernität und die tiefgründige Energie dieses oft unterschätzten Instruments.


Hommage an Josef Wenzel

Herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Retrospektive!

Drei Monate lang widmet sich diese Ausstellung dem eindrucksvollen Lebenswerk des Bad Dürrheimer Ausnahmekünstlers Josef Wenzel (1924-2015), dem Expressionisten aus Bad Dürrheim. Sich selbst nannte er stets bescheiden, einen „Arbeiter und Maler“, doch hinter dieser Zurückhaltung verbarg sich ein visuelles Kraftpaket. Als prägende Figur des Bad Dürrheimer Künstlerkreises hat Wenzel die Region nicht nur künstlerisch bereichert, sondern auch Generationen von Kunstschaffenden als Mentor inspiriert. Seine Werke – ob kraftvoll expressionistische Ölgemälde oder feinsinnige, Zeichnungen – besitzen einen unverkennbaren Charakter, der den Betrachter sofort in den Bann zieht.

Ein besonderer Dank

Diese intime und umfassende Werkschau wäre ohne bürgerschaftliches Engagement nicht möglich. Alle gezeigten Exponate stammen aus der Pivatensammlung Dehner (Brigitte und Egon Dehner). Ein ganz herzlicher Dank gilt Egon Dehner, der diese Schätze großzügig zur Verfügung stellt und damit diese Hommage an einen großen Meister unserer Region ermöglicht hat.

Wir laden Sie ein, Josef Wenzel auf seiner Reise zwischen heimatlicher Verwurzelung und weltläufigem Expressionismus zu begleiten. Lassen Sie sich von der Energie seiner Pinselstriche berühren.

 

Ein lebendiges Konzept: Drei Themen, drei Monate

Um der enormen Bandbreite seines Schaffens gerecht zu werden, ist diese Ausstellung dreigliedrig angelegt. Während das Zentrum der Ausstellung über die gesamte Dauer von einem markanten Selbstbildnis sowie fotografischen Einblicken in sein Leben und seine Arbeit getragen wird, wandelt sich die Galerie im Laufe der drei Monate und beleuchtet nacheinander drei große Themen des Künstlers:


Thema 1: Die Metapher der Natur – Der Baum im expressionistischen Blick
  Erleben Sie die Urwüchsigkeit und die emotionale Tiefe, die Wenzel in die Strukturen und Kronen von Bäumen legte. Jedes Werk ist mehr als eine Landschaftsstudie – es ist ein ausdrucksstarkes Abbild innerer Wahrheiten. (20.09. - 17.10.2026)


Thema 2: Die Sehnsucht der Ferne – Maritime Welten
  Inspiriert von seinen zahlreichen Reisen fing Wenzel das maritime Leben, das Spiel von Licht und Wasser und die Symbolik des Aufbruchs in seinen Bildern ein. (18.10. - 14.11.2026)


Thema 3: Die Verbundenheit mit der Region – Der Blick des Malers auf seine Heimat
  Eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat. Wenzel hielt die vertraute Landschaft und die Gesichter der Mitbürger einprägsam fest und schuf damit bleibende Identifikationspunkte für die Heimat. (15.11. - 19.12.2026)


Termine zur Ausstellung:


 Sonntag, 20. 09.2026 | 11 - 17 Uhr | Ausstellungseröffnung
Die Metapher der Natur – Der Baum im expressionistischen Blick
Mit Cordula Sauter und ihrem Akkorden


Donnerstag, 01.10.2026 |18 - 21 Uhr, Im Dialog – Werksgespräch
   „Die Metapher der Natur“


Samstag, 03.10.2026 | 13 - 18 Uhr | Herbstfest Donaueschingen
   Tag der deutschen Einheit, verkaufsoffener Feiertag


Sonntag, 18.10.2026 | 11 - 18 Uhr | Themeneröffnung
   Die Sehnsucht der Ferne – Maritime Welten (Musiktage Donaueschingen)


Donnerstag, 05.11.2026 | 18 - 21 Uhr, Im Dialog – Werksgespräch
   „Die Sehnsucht der Ferne“


Sonntag, 15.11.2026 | 11 - 18 Uhr | Themeneröffnung
   Die Verbundenheit mit der Region – Der Blick des Malers auf seine Heimat


Donnerstag, 03.12.2026 | 18 - 21 Uhr, Im Dialog – Werksgespräch
   Der Blick des Malers auf seine Heimat


Öffnungszeiten der Ausstellung:

Dienstag - Freitag | 11:00 - 18:30 Uhr

Samstag | 11:00 - 14:30 Uhr


Biografie des Künstlers Josef Wenzel

Josef Wenzel wurde 1924 in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Sein künstlerischer Weg begann im Jahr 1943 mit dem Umzug von Rostock nach München, wo er an der renommierten Kunstakademie bei Professor Adolf Schinnerer studierte.

Seit 1950 war Josef Wenzel in Bad Dürrheim tief verwurzelt. Neben seiner Tätigkeit als Rosenmaler in einer Uhrenfabrik – die ihm damals den Lebensunterhalt sicherte – widmete er sich zeitlebens mit unermüdlicher Energie der freien Malerei. Dabei schuf er ein Werk von einer solchen Fülle und Bedeutung, wie es in der Region wohl kaum ein zweites Mal zu finden ist. Bis heute bereichern seine Arbeiten zahlreiche Privatsammlungen, Behörden, Hotels und die Wohnzimmer der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Er verstarb am 5. August 2015 in Bad Dürrheim.

Der Stil: Ein echter „Wenzel“
Seiner kreativen Handschrift blieb er über Jahrzehnte hinweg treu: Dem Expressionismus.

Seine Kunst war geprägt von der Abkehr von rein objektiver Darstellung hin zu einer spürbaren, subjektiven Ausdruckssteigerung. Er bildete nicht bloße Lichtreize ab, sondern machte innerlich erlebte Wahrheiten sichtbar. Ein strenger Bildaufbau, eine expressive, energiegeladene Farbgebung und der virtuelle Einsatz breiter Pinselstriche machen seine Gemälde unverkennbar. Sein zeichnerisches Werk offenbart eine weitere Facette: Hier faszinieren feine, souverän gesetzte Bleistiftstriche und ein bemerkenswerter Blick für filigrane Details.

Mentor und Wegbereiter
Josef Wenzel war nicht nur als Kunstschaffender eine tragende Säule, sondern auch als Förderer der Gemeinschaft. Über viele Jahre begleitete er zahlreiche Schülerinnen und Schüler im Raum Bad Dürrheim auf ihrem eigenen künstlerischen Weg. Er gilt bis heute als der Initiator, Mentor und liebevolle „Vater“ des Bad Dürrheimer Künstlerkreises. Trotz seines herausragenden Talents blieb der Künstler stets von großer Bescheidenheit geprägt. Großer Ruhm oder finanzieller Erfolg standen für ihn nie im Vordergrund.


Die Bilder-Rahmen-Manufaktur ist gewachsen

und mit ihr der Raum für die Kunst!


Nach der feierlichen Eröffnung am 17. Mai 2026 ist aus der Vision Wirklichkeit geworden. Durch die Übernahme angrenzender Räumlichkeiten haben wir Platz für ein Herzensprojekt geschaffen, das nun fester Bestandteil der Bilder-Rahmen-Manufaktur ist.

Das Kunst-Forum-Baar bereichert ab sofort als lebendige Galerie direkt im Quellhöfle in Donaueschingen das kulturelle Leben.

Mit diesem neuen Raum bieten wir ein inspirierendes Forum für die gesamte Region!


Bühne für die regionale Moderne

Das Kunst-Forum-Baar widmet sich ganz der regionalen Moderne und Gegenwartskunst. In wechselnden Einzelausstellungen präsentieren wir in unseren neuen Galerieräumen die Vielfalt des kreativen Schaffens unserer Heimat – vom klassischen Gemälde bis zur modernen Objektkunst.


Kunst erleben und Menschen treffen

Uns liegt es am Herzen, die Barriere zwischen Werk und Betrachter abzubauen. Um Ihnen Raum für anregende Gespräche in entspannter Atmosphäre zu bieten, öffnet das Kunst-Forum-Baar als lebendige Galerie regelmäßig zu besonderen Abend- und Sonntagsöffnungszeiten.


Ein Fest für die Sinne

Die Eröffnungen unserer Ausstellungen verstehen wir als Gesamterlebnis. Um den künstlerischen Dialog perfekt abzurunden, werden die Vernissagen stets musikalisch von Kunstschaffenden aus der Region begleitet.


Die Premiere im Kunst-Forum-Baar am 17. Mai 2026


Die 1. Ausstellung: SERGEJ ALÖCHIN | SPITZENOBJEKTE - Ein Spiel aus Licht, Farbe und Raum

Sonntag, 17. Mai bis Samstag, 29. August 2026


Aus vielen, farbig gefassten Holzspitzen erschaft Sergej Alöchin Objekte von faszinierender Dynamik. Durch die unterschiedlichen Längen der Spitzen und fein abgestimmte Farbnuancen verändert sich das Objekt mit jeder Bewegung des Betrachters. Es entsteht ein einzigartiger Schattenwurf, der die Oberfläche lebendig werden lässt. Ein komplexes Spiel aus Licht und Raum, dass die Liebe zum Handwerk und zur künstlerischen Disziplin vereint.

Zur Person: Geboren 1985 in Wojenno-Antonowka (Kirgisien), lebt und arbeitet Sergej Alöchin heute in VS-Villingen. Seine Kunst ist tief in seiner beruflichen Wurzel als gelernter Feinmechaniker verankert: Sie vereint höchste handwerkliche Präzision mit der Hingabe an das visuelle Experiment. Seit 2021 widmet er sich intensiv der Weiterentwicklung dieser einzigartigen Spitzenobjekte, die das Sehen als aktiven Prozess begreifen.

Termine:

Ausstellungseröffnung im Kunst-Forum-Baar: Spitzenobjekte & Live-Performance

Am Sonntag, den 17. Mai 2026 von 11 bis 17 Uhr

Die Bilder-Rahmen-Manufaktur wächst! Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung des neuen Kunst-Forum-Baar

am 17. Mai 2026 (11–17 Uhr) im historischen Kreuzgewölbe. Zur feierlichen Premiere erleben Sie eine Symbiose aus visueller Präzision und klanglicher Energie: Live-Performance: Der Tausendsassa an Taste und Mikrofon, Sebastian Schnitzer, füllt das Gewölbe mit pianistischer Brillanz und charismatischer Stimme. Mal sanft, mal mitreißend – eine Performance, die die Stimmung des Augenblicks perfekt einfängt.

Künstlergespräch: Präzision & Leidenschaft - Vom Handwerk zur Objektkunst

Donnerstag, 4. Juni 2026, 18:00 - 21:00 Uhr

Wie wird aus technischer Perfektion Kunst? Sergej Alöchin gibt Einblicke in seine Arbeitsweise und erklärt, wie seine Wurzeln als Feinmechaniker die Grundlage für die kompromisslose Genauigkeit seiner Spitzenobjekte bilden. Ein Abend über die Faszination der Disziplin und die Liebe zum Detail.

Künstlergespräch: Lichtgestalten - Wenn Spitzen den Raum verändern

Donnerstag, 2. Juli 2026, 18:00 - 21:00 Uhr

Im Fokus steht die Interaktion zwischen Kunst und Architektur: Erfahren Sie im persönlichen Gespräch, wie die Lichtverhältnisse im historischen Kreuzgewölbe die Objekte zum Leben erwecken. Sergej Alöchin erläutert das komplexe Zusammenspiel von Schattenwurf und Farbdynamik, dass seine Werke so lebendig machen.

Künstlergespräch: Perspektivwechsel - Ein Abend über die Dynamik des Sehens

Donnerstag, 13. August 2026, 18:00 - 21:00 Uhr

Warum scheint ein statisches Objekt zu wandern? An diesem Abend steht das visuelle Experiment im Mittelpunkt. Der Künstler Sergej Alöchin lädt Sie ein, die „Spitzenobjekte“ als aktiven Prozess zu begreifen und diskutiert mit Ihnen über die Wahrnehmung, die optische Täuschung und den Dialog zwischen Betrachter und Werk.

Rezension

Wertschätzende Kunstkritik: Große Anerkennung für Sergej Alöchins „Spitzenobjekte“

Mit dem neuen Kunst-Forum-Baar im Quellhöfle hat Stefan Baur die bereits eingeführte Bilder-Rahmen-Manufaktur durch einen Raum für regionale Moderne und Gegenwartskunst auf hohem Niveau ergänzt. Dass dieser Anspruch mit der ersten Ausstellung gelingt, bestätigt die fundierte Rezension von Fachjournalist Stefan Simon am Samstag, 6. Juni 2026 im Südkurier  und im Schwarzwälder Boten.

 Stefan Simon würdigt den Künstler Sergej Alöchin als rühmliche Ausnahmeerscheinung.

Diese Einordnung begründet die Kritik mit Sergej Alöchins einzigartigem Werdegang: Als gelernter Feinmechaniker, der sich seine künstlerischen Ausdrucksmittel vollkommen, als Autodidakt erarbeitet hat, bringt er eine handwerkliche Akribie und kompromisslose Konsequenz in die Kunst ein, die man heute selten findet. Er inszeniert Farbe als plastisches Material und erschafft aus unzähligen, von Hand gespitzten Holzsegmenten Werke von mathematischer Klarheit, die ganz ohne theoretischen Ballast für sich selbst sprechen. 

Einordnung von hohem künstlerischem Wert:

Besonders spannend ist der kunsthistorische Bogen, den die Rezension spannt: Sergej Alöchins faszinierende optische Effekte werden in eine Reihe mit der legendären Op-Art eines Victor Vasarely gestellt. Die präzise Rhythmik und das Spiel aus Licht und Schatten erinnern an die seriellen Arbeiten des renommierten konkreten Künstlers Klaus Staud. Eine großartige Bestätigung für die Qualität dieser Ausstellung in unseren Räumen!